Natura 2000 – war`s das?

19.01.2019

NATURA 2000 - wie aus guten europäischen Grundstoffen, die Köche in den Bundesländern durch eigene Zutaten zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen kommen

 

Nun haben wir sie, die NATURA 2000 Landesverordnung.

In trauter Einstimmigkeit haben alle Ressorts der Landesregierung der Verordnung ihre Zustimmung erteilt.

 

Ob jedem so richtig klar ist, was auf die Menschen in den Regionen zukommt, mag ich nicht zu beurteilen. Aber die Tatsache, dass allein an der Elbe in Sachsen-Anhalt ab sofort einhundertfünfzehn km Uferlinie an 108 Tagen im Jahr nicht mehr betreten werden dürfen zeigt die Dimension. Dazu kommen noch die Betretungsverbote in bereits bestehenden und geplanter Kernzonen von Naturschutzgebieten. Auch an der Helme- Talsperre sind erhebliche Einschränkungen „verordnet“ worden. Hierzu wird es Anfang März noch einmal ein Gespräch mit der Ministerin, aus unserer Sicht  zur Nachjustierung geben.

 

Warum man in unmittelbarer Nachbarschaft, in Niedersachsen zu einem völlig anderen Ergebnis kommt, hat offenbar nichts mit den Grundstoffen, sondern mit den Köchen und ihren Zutaten zu tun, auf die schon ein altes Sprichwort hinweist.

 

Ein Beispiel aus dem Nachbarbundesland entkräftet schlagartig die gebetsmühlenartig vorgetragenen Beteuerungen unserer Regierung, dass bei „unzureichenden Unterschutzstellungen“ aus Brüssel horrende Strafzahlungen drohen.

Das unsere objektiv berechtigten Forderungen in den Stellungnahmen, die durchaus mit EU Forderungen kompatibel sind, im Abwägungsprozess wohl subjektiven Gesichtspunkten in Sachsen-Anhalt zu Opfer fielen, wird in einem Beitrag auf der Seite des [D A F V] deutlich.

Über weitere Schritte des Landesverbandes in Sachsen-Anhalt beraten gegenwärtig die Gremien.

Eins steht schon jetzt fest,

das war`s noch lange nicht!

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten. GJ

 

 

Foto: Logo NATURA 2000 Sachsen-Anhalt