Angler stärken historisch belegtes Artenspektrum durch Besatz mit Jungaalen

22.06.2020

Sangerhausen am, 20.06.2020

 

Meldungen zum Klimawandel, Artensterben und zur Lebensraumzerstörung gehören mittlerweile zu den täglichen Begleitern im Nachrichtenpotpourri der Medien. Nicht selten stehen diese im Bezug zu Forderungen für einen verbesserten Schutz für Schwarzhalstaucher, Kormoran, Kranich & Co. und münden nicht selten in einem Spendenaufruf.

 

Anders ergeht es den lautlosen Botschafter der Natur, die an der Peripherie des ministeriellen Blickfeldes gelegen, nur bedingte mediale und finanzielle Zuneigung genießen. Nicht, dass die Bedrohungen für ihren Fortbestand gering wären, aber neben den Mitteln der Fischereiabgabe, die sich zum Großteil aus den Abgaben der Angler speist und den privaten Geldern der organisierten Angler und Fischer, bleibt das Füllhorn der staatlichen Hilfen offenbar prestigeträchtigeren Artenschutzprogrammen vorbehalten.

 

Und so wächst die Verantwortung bei den wenigen Förderern der Fische, sich für ihren Fortbestand einzusetzen.

Während der [Landesverband] sich bereits in der vergangenen Woche mit enormen Mitteln der Angler am EU Programm zur Auffüllung der Aallaichbeständ beteiligt, haben die Angler unseres Kreisvereins am vergangenen Wochenende zusätzlich dafür Sorge getragen, dass 10.000 Jungaale ihren historisch angestammten Lebensraum auch weiterhin besiedeln. Über 4000 € aus den privaten Geldbörsen sollen neben der Erhaltung dieser faszinierenden Fischart mit dazu beitragen, die Attraktivität der Gewässer unserer Vereine zu erhalten.

 

Neben Hege und Pflege der Fischbestände unterliegen auch Angeltaktik und Angeltechnik einer fortdauernden Entwicklung, die zugleich die Pflege eines uralten Kulturgutes darstellt. Auch deshalb macht es für unseren Verband Sinn, über das Beobachten hinaus, sich für ihren Erhalt nicht nur verbal, sondern mit konkreten Programmen einzusetzen.

 

Der Vorstand des KAV dankt allen Vereinen, die gemeinsam mit unserem Kreisgewässerwart Thomas Schliebe, diese verantwortungsvolle Aufgabe erledigten. GJ

 

 

Foto: Foto: GJ Archiv