Frühjahrsputz am Eichgraben – Angler sind auch Landschaftspfleger

16.03.2025

Für viele des über achtzig Mitglieder zählenden Anglerortsvereins Wallhausen endet die Vorbereitung der kommenden Angelsaison nicht mit der Instandhaltung der Angelausrüstung, sondern verbindet sich mit der Pflege der zur Ausübung der Angelfischerei zur Verfügung stehenden Angelgewässer. 

Deshalb ist Gewässerpflege mehrfach im Jahr ein fester Bestandteil des Arbeitsplans des Vereins, der traditionell auf der Jahreshauptversammlung beschlossen wird. Am heutigen Sonntagvormittag war der erste Termin, zu dem sich ein Teil der Mitglieder angesagt hatte. Bei etwas über 2°C Außentemperatur fand sich der erste Trupp am Helmealtarm bei Wallhausen ein, um das angrenzende Ufer der Helme von Hohlstedt bis zur Helmebrücke (Weidegasse), des Eichgrabens und des Mühlgrabens bis zum Helmewehr (Bohschacht) von Unrat zu befreien. 

Schnell hatte der Vorsitzende, Werner Schomburg, (Bild dritter v. r.) die Aufteilung der Gewässerabschnitte für die Sammler-Trupps vorgenommen und die Aktion konnte beginnen. Wer sich vor der Aktion noch fragte, ob es überhaupt Sinn macht auf Suche nach Unrat zu gehen, der fand nicht erst nach zwei Stunden Suche eine klare Antwort. Da die Pflegeaktion vor Beginn der Vegetationsperiode liegt, war Unrat auch im Dickicht gut auszumachen und in den meisten Fällen eine leichte Beute der Angler.  

Wenn auch für Angler der Begriff „Beutemacher“ bei der Ausübung der Angelfischerei ein unpassendes Zerrbild ist, so war es beim Fang von Unrat ein leichtes, diesem Bild über Gebühr zu entsprechen. Styroporreste, Flaschen, zerbrochene Plastik, Büchsen, Planenreste, ein komplettes Autorad mit Felge und Decke und sogar eine Autoheckklappe waren unschönes Ergebnis zusammengetragener Sorglosigkeit, Naturmissachtung und vollendetem Naturfrevel. 

In einem kurzen Dank an die Aktiven schloss der Vorsitzende die Gewissheit ein, dass Angelfischerei mit seiner Erlebnisorientierung eine zeitgemäße Antwort auf Nutzungswünsche der Gesellschaft gibt. Artenschutz durch Artennutz ist ein seit Jahren erfolgreiches Konzept, das jenseits von Verbotskatalogen zur Mitwirkung einlädt und persönliches Engagement fördert. Mit einem Gefühl der Zufriedenheit endete ein für die Teilnehmer sinnerfüllter Sonntagvormittag, der mit dem Abtransport und der sachgerechten Entsorgung des Unrates endete.   

Bild und Text: Gerhard Jarosz

 

Bild zur Meldung: die Menge und Zusammensetzung des Unrates erzeugt Nachdenklichkeit

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Frühjahrsputz am Eichgraben (16.03.2025)

Angler sind auch Landschaftspfleger  

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