Richtfest am Naturerlebniszentrum Talsperre Kelbra
Kelbra, den 08. Juni 2026
Mit dem Richtfest des Naturerlebniszentrums Stausee (NEST) an der Talsperre Kelbra, wurde ein weiterer, wichtiger Abschnitt bei der Errichtung eines bedeutsamen Zentrums für Tourismus, Umweltbildung und regionaler Identität verwirklicht. Die Baukosten von acht Millionen Euro werden aus Mitteln des Strukturwandels finanziert.
Ganz in diesem Kontext haben wir uns von Anbeginn dafür eingesetzt, das NEST nicht auf ein „Kranicherlebniszentrum“ zu reduzieren. Mit der Teilnahme des Präsidenten des LAV, Herr Uwe Bülau und der Vereinsspitze des KAV Sangerhausen, unterstreichen wir erneut als größter anerkannter Naturschutzverband im Land unsere Bereitschaft, einen Beitrag zur inhaltlichen Ausrichtung leisten zu wollen.
Der Blick auf die Teilnehmerliste des Festaktes aus Stadt, Kreis und Land lässt schon einen Ausblick ahnen, auf die dann zu erwartenden Gäste bei der feierlichen Eröffnung, die weiterhin für Ende 2027 geplant ist.
Zur Begrüßung der Teilnehmer lobte der Leiter des Talsperrenbetriebes, Herr Mario Homann die Bauleute für ihre Arbeit und gab noch einmal einen kurzen Überblick über den bisherigen Werdegang. Aus Magdeburg war der Staatssekretär im Umweltministerium, Dr. Steffen Eichner angereist. Er beleuchtete die Bauentscheidung noch einmal aus Landessicht und würdigte den erreichten Baufortschritt. Mit Blick auf die feierliche Eröffnung sagte er schon seine Teilnahme, aber dann als Privatperson zu. Als zuständiger Architekt ging Herr Richter noch einmal auf gestalterische Aspekte ein und lud nach dem traditionellen Festakt zu einer geführten Besichtigung des Rohbaus ein.
Mit Richtkranz, Hammerschlag und Toast eröffneten im Anschluss die Bauleute traditionelle das Richtfest.
Abgesehen vom Für und Wider des Neubaus, sehen wir unsere Verantwortung bei der inhaltlichen Ausrichtung darin, das NEST nicht auf eine weitere Vogelschutzstation im Land zu reduzieren. Breit aufgestellte Angebote zum Umwelt-, Natur- und Artenschutz bilden das Rückgrat für nachhaltiges Umweltmanagement. Dazu gehören aus Sicht der Angler auch aquatische Themen, insbesondere der Schutz der stillen Botschafter intakter Natur, der Fische.
Und dass auf Angler und Jäger als die größten anerkannten Naturschutzverbände im Land Verlass ist, hat im vergangenen Jahr das Wüten der Vogelgrippe am Stausee unter den Kranichen gezeigt. Mit dem aus Mitgliedsbeiträgen finanzierten Amphibienfahrzeug zur Gewässerpflege wurden hunderte verendete Kraniche in der Talsperre geborgen, um eine Ausweitung der Tierseuche zu verhindern. Wir sind erwiesener Maße die Fachpfleger der Gewässer und Fischbestände. Ohne Angler leiden nicht nur Fischgesundheit, Strukturdiversität und Artenvielfalt am und im Wasser, sondern auch Kontrolle, Früherkennung und der Einsatz von Man-Power zur Gefahrenabwehr und zur Schadensbekämpfung.
Bilder und Text: Gerhard Jarosz
Bild zur Meldung: Richtkranz schwebt über dem Neubau
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Richtfest am Naturerlebniszentrum Talsperre Kelbra (10.06.2026)
Wichtiger Abschnitt bei der Errichtung eines bedeutsamen Zentrums für Tourismus, Umweltbildung und regionaler Identität verwirklicht.