Der Stör – Fisch des Jahres 2014 (Acipenser sturio & Acipenser oxyrhinchus)

19.10.2013

Der Fisch des Jahres wird seit 1984 gekürt. In diesem Jahr erfolgte die Auswahl erstmals durch die im DAFV vereinten, gesamtdeutschen Angelfischer in Abstimmung mit dem BfN, dem VDST und dem ÖKF.

Der Europäische Stör (A. sturio), der in Elbe und Rhein heimisch war und der Atlantische Stör (A. oxyrhinchus), der in der Oder heimisch war, sind die einzigen, in Europa vorkommenden Störarten.

Die Auswahl erfolgte nach der Gefährdung, aufgrund schädigender Einflüsse des Menschen auf den Lebensraum des Fisches. Gleichzeitig werden mit der Wahl auch Anstrengungen zur Wiedereinbürgerung dieses beeindruckenden Bewohners unserer Fließgewässer in Elbe, Havel, Oder und Oste in den Focus der Öffentlichkeit gerückt.

 

Früher besiedelte er alle großen Flüsse Europas, sowie die angrenzenden Küstengebiete. Der Stör ist ein anadromer Wanderfisch (Fische, die zum Laichen den Fluss hinaufschwimmen) und kommt heute nur noch  selten vor. Die letzten  Laichgebiete des Europäischen Störs befinden sich in der französischen Gironde. Nach unbestätigten Berichten gibt es noch eine Population des Europäischen Störs im Schwarzen Meer, die im Rioni in Georgien ablaichen soll.

In der Fachliteratur werden eine maximale Länge von 6 m und ein Gewicht von bis zu 600 kg genannt. Auch mit einem max. Alter von 60 Jahren (Vermutungen sprechen von bis zu 100 Jahren), gehört er sicher nicht zu den schnelllebigen Arten. Im Durchschnitt erreicht er jedoch nur 1-3 m Läge und ein Gewicht von 10-100 kg.

 

Störe (Acipenseridae) gelten als urtümlichste Gruppe der Knochenfische, aus der Klasse der Strahlenflosser. Die Mehrzahl der noch etwa 26 Arten leben in russischen, nordamerikanischen und asiatischen Flüssen, außerhalb der Laichzeit in den angrenzenden Meeren. Alle Arten der Störe wurden 1977 durch das Washingtoner Artenschutzabkommen unter Schutz gestellt.
 

Ausführliche Informationen gibt es beim DAFV!

Meldung bearbeitet am 07.11.2013