Angler retten Fische

27.02.2019
Genehmigung des Bewirtschaftungskonzepts des KAV duldet keinen Aufschub mehr.
 
Da in der Talsperre Kelbra kein naturnaher Raubfischbestand in den letzten beiden Jahren existierte, konnten sich vor allem Giebel explosionsartig vermehren.
 
Im Herbst letzten Jahres haben wir als Kreisanglerverein versucht, beim Ablassen der Talsperre Kelbra einen Teil der Giebel zu bergen und in andere stehende Gewässer umzusetzen (ca. 6 Tonnen). Trotzdem sind Tonnen dieser Fische in die Helme gelangt. Dort haben sie beim Frühjahrshochwasser versucht, in alle möglichen Gräben zu ziehen.
 
Während in den abgelegenen Gräben vor allem Silberreiher und Graureiher sich satt fressen konnten, besteht seit mehr als einer Woche in der Gemeinde Thürungen das Problem, das die Giebel in einen "Straßengraben" gezogen und von dort nach dem Rückgang des Hochwassers gefangen sind. Durch regelmäßigen Autoverkehr können die Reiher diese Fische auch nicht fressen, da sie ständig gestört werden.
 
Wir haben heute versucht, einen Teil dieser Fische zu bergen und ca. 500 kg konnten wir in die Kiesgrube Roßla umsetzen. Allerdings ist der Aufwand sehr groß und man bekommt nicht alle Fische, da diese sich unter Gras und Ästen verstecken.Deshalb ist eine weitere Abfischaktion für dieses Wochenende geplant.
F.G.
 

Foto: Angler und Naturfreunde retten die Fische