Petri Heil!

17.09.2026

Es war bestimmt keiner der Fischzüge von Simon Petrus, wie sie im Lukasevangelium der Bibel beschrieben wurden, aber erfolgreich war er durchaus. 

Mit 1,65 m Länge und einem Gewicht von 25,64 kg gelang es Angelfreund Raik Hutzler vom "Leinetaler Fischerteam" nach gut 30 Minuten diesen stattlichen Wels anzulanden. 

 

Natürlich ist der Sackteich in Sangerhausen kein typisches Wels-Gewässer, aber gelegentlich gelangt mit dem Besatz, ob Absicht oder nicht, ein solcher Fisch in dieses Vereinsgewässer. Als junger Wels wird er nicht in Erscheinung getreten sein, denn da ernährt er sich von Insektenlarven, Krebse und Schnecken.  Mit zunehmender Größe stellen Welse ihre Nahrung auf andere Fische, aber auch Wasservögel, Amphibien und kleinere Säugetiere, die ins Wasser geraten um. Das ist wohl Angelfreund Hutzler aufgefallen und so hat er einen lauen Spätsommerabend genutzt, um gezielt auf diesen Lauerjäger zu angeln.

 

Bereits beim vierten Wurf wurden seine Anstrengungen von Erfolg gekrönt. Ein kräftiger Biss mit anschließendem, fast dreißig minütigem Drill, bescherten ihm einen besonderen Fang. Der Wels (Silurus glanis), der zudem auch noch 2026 zum „Fisch des Jahres“ gekürt wurde, war die Belohnung für gute Beobachtung und anglerisches Geschick. Bei dieser Länge kann man beim Alter von 10 Jahren ausgehen. 

Welse wachsen ihr ganzes Leben und erreichen in „alten“ Gewässern wie dem Po oder der Donau bis zu 3 m und ein Gewicht von 150 – 200 kg. Für Raik Hutzler blieben nach der fachgerechten Versorgung des Fangs 12 kg Filet, die mit Kräutern und Anglerlatein gewürzt, nicht nur auf dem Gaumen einen kulinarischen Nachhall erzeugen werden. 

Wir wünschen dem erfolgreichen Angler weiterhin allzeit Petri Heil.

 

Bild: Anton Hutzler; Text: Gerhard Jarosz

 

Bild zur Meldung: Raik Hutzler mit dem nich alltäglichen Fang