Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.
06526 Sangerhausen
E-Mail:
Homepage: www.kreisanglerverein-sangerhausen.de
Seien Sie herzlich willkommen.
Schön, dass Sie uns einen Augenblick Ihrer Zeit schenken.
Wir erlauben uns zu Beginn, Sie auf einen kleinen Ausflug in die Belletristik mitzunehmen.
Wer kennt sie nicht, die großen Romane der Weltliteratur? Herman Melville's „Moby Dick“ oder Ernest Hemingway's „Der alte Mann und das Meer“. Diese brillant erzählten Träume von unendlicher Weite und schäumenden Meer, grenzenloser Kraft und fesselnden Abenteuer, unbändiger Naturgewalt und beeindruckender Einzigartigkeit.
Izaak Waltons „Der vollkommene Angler“ oder Max Piper's „Der vielseitige Angler“ entführen ebenso gekonnt in eine Welt, die Hemingway als „das letzte große Abenteuer des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete.
Diese kleinen, eingefangenen Schnappschüsse in unserem Innersten, sind die winzigen Steine im großen Mosaik der Faszination, die der Angelfischerei innewohnt. Nicht zufällig trifft daher in unserer reglementierten, digitalisierten Welt der Ausspruch Hemingway's erst recht im 21. Jahrhundert, den Kern der Emotionen genau.
Beim Durchblättern unserer Seiten werden viele Facetten unseres Engagements und Hobbys nach erlebbar. Und vielleicht empfinden Sie bei der Vorfreude auf die nächste Seite, den gleichen Spirit, wie ihn Bertolt Brecht in dem kleinen Satz komprimierte: „Komm, geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm“.
Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.
Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V. ist ein Zusammenschluss von 21 Anglervereinen aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz im Südwesten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Mit Stand vom 01. 01. 2025 sind 1.150 Mitglieder im Kreisanglerverein organisiert.
Das Einzugsgebiet des Vereins entspricht dem des ehemaligen Landkreises Sangerhausen.
Er setzt sich für die Erhaltung und Schaffung gesunder Lebensräume für die Tierwelt, insbesondere an den ihm zur Pacht bzw. Nutzung überlassenen Gewässer ein.
Der Kreisanglerverein will entsprechend der gültigen Gesetze, alle Formen des Angelns erhalten und verbessern, sowie einen spezifischen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten.
Aktiv wirkt er an der Pflege der Gewässer und an der Hege der Fischbestände mit.
Auf Vorschlag des Vereins wurde vom gemeinsamen Gewässerbeirat der Naturfreunde Deutschlands und des Anglerverbandes das Fließgewässer Helme im bundesweiten Bewerbungsverfahren ausgewählt und dem Bundesumweltministerium zur Proklamation als VII. Titelträger "Flusslandschaft des Jahres" vorgeschlagen. Für die mit der Titelträgerschaft im Zusammenhang stehenden Leistungen, wurde der Kreisverein durch den Landesverband mit dem Titel "Verdienter Verein des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V." geehrt.
So gesehen ist Angelfischerei Artenschutz durch Artennutz mit Nachhaltigkeit!

Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V. ist Mitglied im Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V. und ist mittelbares Mitglied im Deutschen Angelfischerverband e.V.
Der Kreisanglerverein und seine Vereine sind Pächter von rund 640 ha Angelgewässerfläche. Darüber hinaus hat der Kreisverein die von ihm bewirtschafteten Gewässer in den "Gemeinsamen Gewässerfonds des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt" eingebracht. Dadurch können über 12.000 ha Wasserfläche im Bundesland, ohne weitere Kosten, durch unsere Mitglieder zur Ausübung der Angelfischerei genutzt werden. Lediglich für die Salmonidengewässer ist eine zusätzliche Angelberechtigung (ab 2026 von 30,00 € im Jahr) notwendig.
Mitgliedschaft
Inhaber eines gültigen Fischereischeines können in einem der 20 Vereine Mitglied werden. Dazu ist ein schriftlicher Antrag an einen der Vereinsvorstände zu stellen. Dieser entscheidet dann selbständig über die Aufnahme. Nach Entrichtung einer Aufnahmegebühr bzw. des Mitgliedsbeitrages erhält das Mitglied die notwendigen Unterlagen wie Mitgliedsausweis, Fangbuch, Fischereierlaubnisschein und Gewässerordnung.
Aktuelle Meldungen
Kormorane fressen bis zu 70 Prozent der Jungdorsche und Flundern
(02.08.2026)Mit bleibender Sorge haben sich uns die Bilder von tausenden hungriger Kormoranschnäbel im vergangenen Winter eingeprägt, die in nicht einmal acht Wochen massive Schäden am Fischbestand unserer Fließgewässer anrichteten.
Dank Unterstützung durch unsere Jäger konnte ein Totalverlust verhindert werden.
Aber allein die Tatsache, dass bis zum Jahresende 2025 bereits 150 Kormorane der Natur im Helme-Bereich entnommen wurden zeigt, dass zwingender Handlungsbedarf zur Zukunftssicherung besteht.
Dass die Fraßschäden zu Lasten der Biodiversität nicht nur in den Fließgewässern entstehen, belegt eine neuerliche Studie von dänischen Wissenschaftlern an der westlichen Ostsee.
Das große Anglermagazin "Blinker" hat in einem Beitrag von Andre Pawlitzki am 01.08.2026, 08.00 Uhr unter dem Titel: "Kormoran frisst 70 Prozent an Jungdorschen und Flundern" auf eine lesenswerte Studie darauf hingewiesen. Darin heißt es:
2024 wurden in Dänemark 22.262 brütende Kormorane in 57 Kolonien erfasst. Im Untersuchungsgebiet liegt die Kolonie Hopsø mit 410 Brutpaaren.
Die DTU-Forscher markierte 2022 und 2024 insgesamt mehr als 5.400 Dorsche (11 – 38 cm) und Flundern (12 – 30cm) mit so genannten PIT Tags. Die 0,2 bzw. 0,6g leichten Sender werden den Fischen implantiert. Werden die Fische anschließend von einem Kormoran erbeutet, wird der PIT Tag zusammen mit anderen unverdaulichen Nahrungsresten am nächsten Morgen in einem Speiballen ausgewürgt – zwischen März und Juni nahezu ausschließlich in den Kormorankolonien, bevor die Vögel erneut zur Nahrungssuche aufbrechen.In den Kolonien können die PIT Tags mit geeigneten Ortungsgeräten wiedergefunden und den gefressenen Fischen zugeordnet werden.
Mehr als 70 Prozent der Jungdorsche sind Kormoran-Fraß
Gut 1.200 PIT Tags (22,7%) fanden die Forscher in Kolonien im Umkreis von 58 km. Die meisten in der nahegelegenen Kormorankolonie Hopsø.Für die Jungdorsche entspricht das Fraßverlusten zwischen 52% (kleine Größen) und 88% (ab 15 cm Länge) und insgesamt von über 70%. Bei den Flundern waren es zwischen 14% (ab 19 cm) und 84% (kleine Längen), die von Kormoranen erbeutet wurden. Ab einer Größe von 22 cm sind Flundern für Kormorane schwer zu schlucken.
Es sei nicht klar, inwieweit die Daten aus dieser einen Studie übertragbar sind auf andere Gebiete der westlichen Ostsee, stellen die DTU-Forscher fest.Viele Fischereibetriebe in Dänemark haben in den letzten zehn Jahren ihren Betrieb aufgrund der extrem strengen Regularien für das Fischen eingestellt. Der erheblich reduzierte Befischungsdruck hätte bei gleichzeitig höheren Nachwuchsraten in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Laicherpopulation beim Dorsch und der Flunder führen müssen. Dass das nicht passiert, ist für die Autoren der Studie ein wichtiger Indikator dafür, dass der Druck der Prädation durch Kormorane als sehr bedeutsam eingestuft werden muss.
Unsere Forderung nach einem europäischen Kormoranmanagement müssen wir mit Nachdruck verfolgen, um die Schieflage im europäischen Artenschutz nicht noch weiter zu Lasten der Fische zu verschärfen.
Bild und Text: Gerhard Jarosz
Zur [Studie] geht es hier.

Foto: kleiner Ausschnitt einer ganzen "Kormoranarmee", die täglich in den Gewässern um die Ostseeinsel Fehmarn auf Fischjagd geht
Bundesverdienstkreuz für Arndt Kemesies
(18.07.2026)Arndt Kemesies, Netzwerker, Naturschützer & Angelfischer bekam am 30. Juni 2026 im Rahmen eines Empfangs der Staatskanzlei am Kloster Jerichow, den „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande“ durch den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Herrn Sven Schulze überreicht.
Mit Arndt Kemesies ehrte der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Verleihungsurkunde seine herausragenden Verdienste im kommunalen, gesellschaftlichen, naturnahen und sozialen Bereich.
Als hochgeschätzter Angelfischer, verstand sich Arndt Kemesies immer als ausgleichender und verbindender Netzwerker zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein funktionierendes Gemeinwesen war ihm ebenso wichtig, wie Umwelt-, Natur- und Artenschutz. Sozialer Ausgleich und gesellschaftliche Teilhabe sind für ihn unerlässliche Bestandteile einer intakten Gesellschaft. So gesehen waren und sind seine vielfältigen Engagements Ausdruck von Kreativität und Weitblick, gepaart mit Ausdauer und Beharrlichkeit. Deshalb mündet sein Credo für Natur und Nachhaltigkeit im Verbinden von Werten mit konkreten Handlungen.
Die Ausübung der Angelfischerei trug auch bei ihm wesentlich dazu bei, einen naturverbundenen Wertekompass zu entwickeln. Gleichzeitig erkannte er, dass in unserer Kulturlandschaft sich nicht mehr von selbst ein natürliches Gleichgewicht einstellt. Aufmerksame Beobachtungen der Wechselwirkungen von Biotopveränderungen und Fischbestandsentwicklung verdeutlichten ihm, dass die lautlosen Botschafter intakter Natur, die Fische, dringend einen Anwalt in der öffentlichen Wahrnehmung benötigen.
Über drei Jahrzehnte engagiert sich Arndt Kemesies im Ehrenamt für Natur und Umwelt, mit besonderem Blick auf den aquatischen Bereich. So gesehen ist für ihn die Organisation einer guten ökologischen Bildungsarbeit für die Jugend im Verein Schlüssel zur Sicherung der Biodiversität auch in Zukunft. Bildungsarbeit ist für ihn immer ein Gebot der Stunde. So stellt die Unterstützung und Koordinierung der Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, verbunden mit der Überführung gewonnener Erkenntnisse in praxistaugliche Schlussfolgerungen einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Arbeit dar. Nicht zuletzt hat er sich als Geschäftsführer des Kreisanglervereins durch weitsichtiges Knüpfen und Pflegen von Kontakten im Land verdient gemacht beim Aufbau stabiler Arbeitsbeziehungen zum Jagdverband, der Forstwirtschaft und den Unterhaltungsverbänden. Das führte zur Qualifizierung unserer Arbeit und Ausbildung, sowie zur konzeptionellen und organisatorischen Bereicherung der Arbeit im Landesverband. Das brachte ihm neben Respekt und Achtung auch die Anerkennung der Anglerinnen und Angler weit über die Region ein.
Es war gewiss kein Zufall, dass die Gesellschaft, einer weit über den Landkreis hinaus bekannten Persönlichkeit diese besondere Anerkennung zuteilwerden ließ. Über drei Jahrzehnte ehrenamtliche Tätigkeit, davon nahezu zwei Jahrzehnte stand Arndt Kemesies als Ortsbürgermeister von Oberröblingen, als Stadtrat von Sangerhausen, als Schöffe beim Landgericht, als Vorstandsvorsitzender des AWO-Kreisverbandes und im Vorstand des Kreisanglervereins Sangerhausen in vorderster Linie. Neben höchster Wertschätzung hat er sich auch die Sympathien vieler Menschen erarbeitet.
Deshalb ist es nur folgerichtig, einen über die Region hinaus anerkannten Netzwerker, Angler und Naturschützer für sein jahrzehntelanges Wirken zu danken. Im Auftrag des Bundespräsidenten überreichte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, die hohe Auszeichnung unter dem Beifall der geladenen Gäste.
In kurzen Worten des Dankes schloss der Geehrte natürlich seine Frau, die Familie und den Kreisverein als Quellen des Erfolges ein. Natürlich freuen sich die Anglerinnen und Angler unserer Region mit Arndt Kemesies über diese hohe Ehrung und wünschen ihm viel Gesundheit und ein besonders herzliches Petri Heil!
Text: Gerhard Jarosz
Referent Öffentlichkeitsarbeit
beim Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V.
Bild: Uwe Bülau

Foto: Ministerpräsident Sven Schulze (r.) überreicht den Orden an Arndt Kemesies (l.) im Auftrag des Bundespräsidenten
Ferientag bringt Ferienspaß für Kinder und Angler
(16.07.2026)Lengefeld / Wettelrode, den 16. Juli 2026
Am Anfang standen Überlegungen der Betreuerinnen der Kindertagesstätte „Regenbogen“ aus Lengefeld zur Gestaltung eines interessanten Ferientages für die Kinder ihrer Einrichtung. Was lag da näher, als sich auf eigene Potenziale zu besinnen und die ortsansässigen Angler des Leinetaler-Fischerteams bei der Gestaltung eines Wandertages um Hilfe zu bitten. Bei denen stieß die Anfrage auf offene Ohren und schnell war ein attraktives Wanderziel mit dem Kunstteich in Wettelrode ausgewählt. Da der Kreisanglerverein Pächter des Fischereirechts am Gewässer ist, wurde ein Schnupperangeln für die 20 Kinder vorbereitet, das unter Regie der „Leinetaler“ durchgeführt wurde.
Dass die Freude bei den Kindern groß war, spürten die Betreuerinnen, Frau Otto und Frau Scholz schon auf dem Hinweg zum Gewässer. Dort wurden sie von fünf gestandenen Mitgliedern unter Leitung von Raik Hutzler, dem Vereinsvorsitzenden begrüßt. Schnell fanden sich kleine Gruppen, die unter Anleitungen erfahrener Angler auf Fischfang gingen. Zwischendurch gab es natürlich Getränke und ein leckeres Mittagessen. Spannung und Entspannung wechselten bei den Mädchen und Jungen im Sekundentakt und wenn der Schwimmer richtig zu zappeln begann, war volle Konzentration angesagt. Und so war man am Ende auch erfolgreich. Einige Plötzen und Rotfedern konnten schonend angelandet werden. Auch ein großer Fisch nahm den Köder von Jungangler Luca, konnte aber nicht näher bestimmt werden, da er kurz vor der Anlandung doch noch das Weite suchte. Alle Kinder waren fasziniert vom Angeln, hatten mit den Anglern Spaß und ein tolles Naturerlebnis.
Das ein solches Gewässer auch bewirtschaftet werden muss und die Hegeverpflichtung der Angler den Erhalt und Schutz eines artenreichen, naturnahen Fischbestand beinhaltet, wurde in vielen Gesprächen selbstverständlich mit besprochen. Gerade der Fang eines hochwertigen Lebensmittels zeigte den Kindern, das Angelfischerei Artenschutz durch Artennutz ist und ein seit Jahrzehnten erfolgreiches Naturschutzkonzept verkörpert. Und das Gewässer und Ufer sauber zu halten sind, um die stillen Botschafter intakter Natur zu schützen, leuchtete allen Kindern ein. Das überzeugte und ein weiterer Termin wurden bereit fürs kommende Jahr mit dem Verein ins Auge gefasst.
Raik Hutzler
[Die MZ berichtete ebenfalls am Sonnabend im Lokalteil.]

Foto: Am Kunstteich in Wettelrode warteten Spaß, Abenteuer und Entspanung auf die jungen Gäste
Beeindruckende Zwischenbilanz bei der ökologischen Bildungsoffensive.
(08.07.2026)Für die ökologische Bildungsoffensive des Kreisanglervereins Sangerhausen e.V. (KAV) kann im ersten Halbjahr 2026 eine überaus beeindruckende Zwischenbilanz gezogen werden. Diese weckt zugleich große Erwartungen an die künftige Qualität der Umweltbildung in der Region.
Das im Frühjahr gestartete Projekt hat in enger Kooperation mit lokalen Schulen und Vereinen zehn Projekttage durchgeführt und hat mit fast dreihundert Teilnehmern die Erwartungen der Verantwortlichen weit übertroffen.
Heute war das Fischinfomobil mit der Freien Grundschule Riestedt am Dorfteich in Othal auf Entdeckungstour. 21 Kinder waren unter Leitung von Britta Müller, Doreen Kühnemund und der Praktikantin Johanna Strich dank großzügiger Unterstützung des ambulanten Pflegedienstes Kamillus ins Nachbardorf gefahren, um dort erlebnisreiche Stunden zu verbringen. Vom ortsansässigen Anglerverein aus Beyernaumburg hatten sich Nadine Ehrig, Andreas Lau, Uwe Zetsche und Gerd Jentsch sofort bereiterklärt, das Projekt zu unterstützen. Sie übernahmen nach gründlicher Einweisung und Belehrung durch Nico Lichtenfeld vom Landesverband die Betreuung der Stationen und gaben, wenn nötig Rat und Hilfestellung.
Als Kernpunkte der Erfolgsbilanz lassen sich in drei Kriterien identifizieren:
Die hohe Nachfrage: Selbst die optimistischsten Vorhersagen hatten nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet. So wurden allein im ersten Halbjahr zehn Projekttage im Altkreis Sangerhausen realisiert. Darüber hinaus gab es weitere Anfragen, die aus Verfügbarkeitsgründen in diesem Jahr nicht realisiert werden können.
Die große Reichweite: Ein wahrer Ansturm von Schulklassen (wie der Grundschulen aus Wallhausen mit 4 Terminen, Rottleberode, Großleinungen, Riestedt und der Christophorusschule in Sangerhausen) forderten die Anglervereine intensiv.
Die mediale Aufmerksamkeit: Der erfolgreiche Auftakt wurde prominent begleitet. Sowohl im [MDR-Fernsehen], bei Punkt-Um, im Web, den sozialen Medien und in der Mitteldeutschen Zeitung wurde umfänglich in Wort und Bild berichtet.
Aber auch weit über den Altkreis Sangerhausen hinaus, zeichnet sich eine überaus erfolgreiche Zwischenbilanz ab. So wurden für das Fischinfomobil von Mai bis Oktober 2026 bisher 75 Einsätze in Sachsen-Anhalt gebucht, bei denen voraussichtlich bis zum Saisonabschluss ca. 1.500 Kinder erreicht werden.
Was können wir inhaltlich auf der Haben-Seite verbuchen?
Das Erfolgskonzept im Detail
Das Fischinfomobil: Die Anschaffung dieses mobilen Lernorts durch den Landesverband hat sich bewährt und dient als zentrale Stütze.
Praxisnahe Gewässerökologie: Kinder untersuchen Seen und Bachläufe direkt vor Ort und werden zu eigenständigen Gewässerdetektiven.
Wissensvermittlung: Schüler lernen heimische Fischarten kennen und führen eigenständig biologische Experimente durch.
Moderne Werte: Das Projekt verbindet klassischen Artenschutz mit einem zeitgemäßen, naturnahen Lebensstil.
Ehrenamtliches Engagement: Die Ortsvereine, wie etwa in Wallhausen, Rottleberode, Großleinungen, Beyernaumburg, Sangerhausen und Roßla unterstützen durch fachkundige Begleitung die hohe Qualität der Betreuung. Gute Vernetzung in der Region und ein überschaubares Sponsoring erleichtern die Organisation der Projekttage erheblich.
Die Quintessenz:
Kinder erfahren in den vielen Gesprächen, das Anglerinnen und Angler die Fachpfleger der Gewässer und Fischbestände sind und ohne sie (die Angler), nicht nur Fischgesundheit, Strukturdiversität und Artenvielfalt am und im Wasser leiden, sondern auch Kontrolle, Früherkennung und der Einsatz von Man-Power zur Gefahrenabwehr und zur Schadensbekämpfung.
Sie erkennen, dass es verschiedene Modelle des Naturschutzes gibt. Artenschutz durch Artennutz ist erfolgreich und nachhaltig und knüpft an ein ökonomisches Interesse für artenreiche Fischbestände an.
So gewinnt die Überzeugung weiter an Strahlkraft, das Angeln ein uraltes Kulturgut der Menschheit ist, das bewahrt und weiterentwickelt werden muss.
Text und Bild: Gerhard Jarosz

Foto: Fischinfomobil zum Projekttag am Dorfteich Othal im Einsatz
Jugendcamp des LAV war beeindruckende Leistungsschau in Breite und Vielfalt
(07.07.2026)Pünktlich mit dem Ferienbeginn startete auch das Jugendcamp des Landesanglerverbandes. Über 120 Kinder und Jugendliche reisten mit ihren nahezu 60 Betreuern nach Prettin zum Zeltplatz, der idyllisch direkt an einem ehemaligen Kiessee im Seengebiet der Elbauen liegt.
Einen Höhepunkt bildete die große Leistungsschau der Angelfischerei mit der „Straße der Meister ihres Fachs“. Im Stationsbetrieb demonstrierten und unterwiesen 18 Spezialisten die wissbegierigen Teilnehmer in die Geheimnisse der Angelfischerei. Angelmethoden, Köder, Anleitungen zum Nachbau und zur Verarbeitung des Fangs wurden ebenso vorgestellt, wie künstlerische Angebote, der Bau von Nisthilfen bis hin zum Messerführerschein, der die Schulung im sicheren Umgang mit dem Angelmesser bescheinigte. Und natürlich wurden auch jede Menge Präsente durch die Standbetreuer an die Interessenten ausgegeben. Flankiert wurde der Stationsbetrieb von mobilen Bildungsangeboten der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, des Landesjagdverbandes und des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt.
Dass das Jugendcamp der Angler seit Jahren die Aufmerksamkeit der Politik genießt, zeigte auch in diesem Jahr der Besuch des Bildungsministers von Sachsen-Anhalt, Herrn Jan Riedel. Nach einem ausführlichen Rundgang entlang der im Stationsbetrieb aufgebauten Pavillons und Aktionsmobile, hatte der Minister auch noch reichlich Zeit mitgebracht, um Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Annaburg, Herrn Stefan Schmidt verstanden es beide, Fragen jugendgemäß zu beantworten und ihre Eindrücke in kurzen Beiträgen zu formulieren. Mit einem kräftigen Beifall wurde das durch die Teilnehmer quittiert.
Nicht zuletzt wurde auch ausgiebig geangelt. Mehrere Karpfen, unter ihnen ein Graskarpfen von 109 cm Länge, oder ein Aal von 82 cm zeigen, dass der Nachwuchs den erfahrenen Anglern erfolgreich bei der Beschaffung eines hochwertigen Lebensmittels nacheifert.
Ausführliche Informationen gibt es beim [Landesverband].
Text & Foto: Gerhard Jarosz

Foto: Gesprächsrunde mit dem Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Herrn Jan Riedel (2.v.r.) und dem Bürgermeister von Annaburg, Herrn Stefan Schmidt (2.v.l.)
Im SFV Roßla ist Inklusion zu Hause!
(03.07.2026)Inklusion bedeutet, dass alle Menschen das Recht haben, ganz selbstverständlich und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Seit über einem Jahrzehnt hat sich im Roßlaer Anglerverein eine ganz besondere Beziehung zu den Bewohnern der Villa Kunterbunt und der Villa Noah von Projekt 3 entwickelt (wir berichteten mehrfach darüber). Mittlerweile sind Bewohner mit einem Handicap aktive Vereinsmitglieder und nehmen ganz selbstverständlich am Vereinsleben und Ausflügen teil.
Der nachstehende Beitrag der Mitteldeutschen Zeitung ist ein Beispiel für gelungene Inklusion.
Foto: SFV Roßla
[MZ vom 03. Juli 2026 /Lokales Seite 15]

Foto: SFV Roßla; Titel: Der SFV Roßla leistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ab sofort für Interessenten : jeder Freitag ist Schnupperangeltag!
(24.06.2026)Roßla, den 05. Juni
Bereits ab Freitag, dem 5. Juni, lädt der Anglerverein Roßla interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum wöchentlichen "Schnupperangeln" ein.
Neben Rute, Rolle, Schnur und Haken, werden Gewässerarten, vorkommende Fischarten, Schonzeiten und Mindestmaße besprochen. Praktische Übungen ergänzen das Programm. Gleichzeitig bildet der Schnupperangelkurs auch eine gute Voraussetzung zu Erwerb des Friedfisch-Fischereischeins.
Das Schnupperangeln findet immer freitags, von 16.00 bis 18.30 Uhr am Anglerheim in Roßla statt.
Bei anhaltendem, strömenden Regen verschiebt sich die Ausbildung um eine Woche.
Weitere Auskünfte erteilt Angelfreund Horst Hach unter der Telefon - Nummer: 0171 795 93 93.
GJ

Foto: Bild: G. Jarosz; Titel: Schnupperangeln
Wo ist die politische Heimat der Angler?
(05.06.2026)Verehrte Leserinnen und Leser,
liebe Anglerinnen und Angler,
im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 hat die Redaktion unserer Verbandszeitung Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt die im Landtag vertretenen Parteien nach ihren Positionen zu Problemen befragt, die den Anglern und Anglerinnen auf den Nägeln brennen. Im nachfolgenden Beitrag die Antworten der Parteien.
Hinweis: In unserer Fachzeitschrift wurde dieser Artikel ursprünglich noch ohne die Antworten der AFD veröffentlicht. Trotz ausreichendem zeitlichen Vorlauf und erneuter Nachfrage waren diese Antworten leider erst nach Drucklegung bei uns eingegangen und konnten somit nicht berücksichtigt werden. Hier nun der Link zum [Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e. V.] mit dem vervollständigten Artikel, inklusive der nachgereichten Antworten der AFD.

Foto: Wahlprüfstein Landtag Sachsen-Anhalt 2026
Fisch des Jahres 2027 - Jetzt Abstimmen!
(04.06.2026)Liebe Anglerinnen und Angler,
auch in diesem Jahr haben das Bundesamt für Naturschutz, die Gesellschaft für Ichthyologie e.V. und der Deutsche Angelfischerverband e.V. wieder drei faszinierende Fischarten zur Wahl gestellt.
Mit deiner Abstimmung setzt du ein Zeichen für den Schutz unserer heimischen Fischarten!
Der Titel „Fisch des Jahres" macht auf die vielfach bestehenden, vom Menschen verursachten Beeinträchtigungen der Lebensräume heimischer Fischarten aufmerksam.
Abstimmungsfrist
Die Abstimmung läuft noch bis zum 01.09.2026.
Hier geht es zur Seite des DAFV mit der ausführlichen Vorstellung der Kandidaten und dem [Abstimmungsbutton].

Foto: Fisch des Jahres 2027 - Jetzt Abstimmen!
Neue Ausgabe der Verbandszeitung abrufbar
(27.05.2026)Halle, den 26. Mai 2026
Liebe Anglerinnen und Angler,
mit Freude kann ich mitteilen, dass eine neue Ausgabe unsere Verbandszeitung online abrufbar ist.
[Fachzeitschrift Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt]
Darüber hinaus wird es auch für neue Leser das notwendige Bestellformular für die Print-Ausgabe geben.
Der Download für das Formular steht auf der Seite des LAV zur Verfügung. Dazu bitte auf unserer Seite – links - den grünen Button - Aktuelles – Verbandszeitung drücken.
Als besonderen Service hat der LAV auf dieser Seite zugleich das Archiv aller erschienenen Ausgaben eingestellt.
Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!
Euer Gerhard Jarosz

Foto: Fachzeitschrift Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt Ausgabe I-2026
Die Murg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27
(15.01.2026)Gemeinsame Pressemitteilung der NaturFreunde Deutschlands und des Deutschen Angelfischerverbandes
Berlin/Rastatt, 14. Januar 2026 – Die Murg in Baden-Württemberg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) Renaturierungserfolge, Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung des sanften Tourismus im Murgtal. Die offizielle Proklamation findet am kommenden Weltwassertag (22. März 2026) im Naturfreundehaus An der Murg in Rastatt statt.
Alle zwei Jahre rufen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband eine gemeinsame Flusslandschaft der Jahre aus, um die Bevölkerung für die ökologische, wirtschaftliche und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der von ihnen durchflossenen Landschaften zu sensibilisieren. Im Kampagnenzeitraum werden vor Ort Maßnahmen für Schutz, Renaturierung und Durchgängigkeit unterstützt sowie naturnahe Wander- und Erholungsgebiete gefördert.
Den vollständigen Wortlaut der Pressemitteilung findet ihr im Anhang.

Foto: FLUSSLANDSCHAFT-MURG_guido-de-kleijn_rotmurg-teufelsmuehle
Wels – Fisch des Jahres 2026
(06.11.2025)Der Europäische Wels (Silurus glanis)
ist Fisch des Jahres 2026.
Mit dieser Wahl machen der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI) auf eine faszinierende und nicht zuletzt aufgrund ihrer Größe besondere Fischart aufmerksam.
Der Europäische Wels ist mit Längen von bis zu 3 m der größte einheimische Süßwasserfisch. Mit einem Gewicht von bis zu 150 kg kann er beeindruckende Dimensionen erreichen. Als wärmeliebende Art profitiert er derzeit erheblich von den steigenden Temperaturen infolge des Klimawandels.
Dort, wo der Wels ursprünglich verbreitet ist, spielt er eine wichtige Rolle im aquatischen Ökosystem, da er Fischbestände reguliert und durch das Fressen von Aas und kranken Fischen zur Gewässergesundheit beiträgt. Gleichzeitig kann seine enorme Größe und der damit verbundene Nahrungsbedarf erhebliche Auswirkungen auf den Fischbestand haben.
Auch wenn der Wels nach der bundesweiten Roten Liste der Süßwasserfische und Neunaugen als ungefährdet gilt, steht seine Ernennung zum Fisch des Jahres stellvertretend für die Bedeutung artenreicher und intakter Gewässerökosysteme, sowie der Bedeutung einer sachlichen Auseinandersetzung mit dieser heimischen Art. In den Medien wird der Wels häufig als gefährlicher Räuber dargestellt und erregt jedes Jahr aufs Neue großes öffentliches Interesse. Der Wels zeigt exemplarisch, wie anpassungsfähig und ökologisch bedeutsam Fischarten in unseren Gewässern sein können.
Mehr Informationen gibt es beim [DAFV].
Natürlich möchten wir noch einmal auf die nachstehende Veröffentlichung der MZ vom 08. Juli 2025 verweisen, in der unser Mitglied der Redaktion Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt, Rainer Wozny, den Wels aus journalistischer Sicht begutachtete.
[Mitteldeutsche Zeitung vom 08. Juli 2025, Seite 3]

Foto: Wels - Fisch des Jahres 2026
Regelung im Besucherverkehr
(30.11.2024)Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Mitglieder des KAV,
ab sofort können Termine in der Jagd-, Fischerei- und Waffenbehörde online gebucht werden.
Die Terminbuchung ist ganz unkompliziert unter termine.mansfeldsuedharz.de möglich.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit der telefonischen Terminvereinbarung. Das geht werktags bis 10.00 Uhr unter 03464 / 535 41 01.
Für Rückfragen wenden Sie sich gern an:
Frau Krüger
Landkreis Mansfeld-Südharz
Ordnungsamt
Sachbearbeiterin Waffen- und Sprengstoffrecht
Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22
06526 Sangerhausen
Besucheradresse:
Alte Promenade 27
06526 Sangerhausen
Email:
Tel.: 03464 535- 4121
Fax: 03464 535- 4190

Foto: Regelung im Besucherverkehr
Rote Liste Deutschland attestiert Schieflage beim Artenschutz!
(08.01.2024)Das Bundesamt für Naturschutz und das Rote-Liste-Zentrum gaben die Ergebnisse der neuen Roten Liste am 4.1.2024 in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Die „Rote Liste“ stellt fest:
„Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten wurden im Rahmen der Rote-Liste-Erstellung rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Da sich die Gefährdungssituation im Laufe der Zeit verändern kann, kurzfristige Populationsschwankungen jedoch nicht abgebildet werden sollen, werden Rote Listen in einem etwa 10-jährigen Turnus aktualisiert.“
Süßwasserfische und Neunaugen
"Die aktuelle Gesamtartenliste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands umfasst 111 etablierte Arten, von denen 21 durch den Menschen nach Deutschland eingeschleppt wurden."
"Der Zustand der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert."
"Gefährdungsursache Nummer eins sind menschliche Eingriffe, etwa der Ausbau und die Regulierung von Gewässern. Darüber hinaus wirken sich vermehrt auftretende Dürresommer und höhere Gewässertemperaturen auf Fische und Neunaugen aus. So sind heute mehr als die Hälfte der 90 bewerteten einheimischen Süßwasserfisch- und Neunaugen-Arten bestandsgefährdet oder ausgestorben."
„Aktuell werden 52 % der bewerteten Süßwasserfischarten und Neunaugen als bestandsgefährdet oder bereits als ausgestorben eingestuft. Nur 36 % der Arten gelten als ungefährdet. Der Rest ist entweder extrem selten (4 %), steht auf der Vorwarnliste (7 %) oder kann aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht eingestuft werden (1 %).
Zu den Hauptgefährdungsursachen zählen Gewässerverschmutzung sowie die frühere Begradigung der Flüsse und der Uferverbau. Infolge dieser Eingriffe fehlen vielerorts strömungsberuhigte Altarme und flach überschwemmte Auen, in denen sich die Fischbrut ungestört entwickeln kann. Auch Querbauwerke wie Wehre und Talsperren, die zu einer Unterbrechung der historischen Wanderrouten führen, sind ein Grund für den Rückgang zahlreicher Arten. Darüber hinaus gibt das Schwinden von Süßwasserfisch- und Neunaugenbeständen durch die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Dürresommer einen Ausblick auf die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels.“
Brutvögel
„Die Klasse der Vögel umfasst in Deutschland 281 Brutvogelarten (Stand 2015) und ist dadurch mit Abstand die größte Wirbeltiergruppe. Dazu kommen noch die bei uns nicht brütenden Durchzügler und Wintergäste aus dem Norden und Osten. Deren Gefährdungssituation wird in der Roten Liste der Brutvögel allerdings nicht abgebildet.
Etwa 34 % der bewerteten Vogelarten sind bestandsgefährdet oder schon ausgestorben. Nur knapp 48 % aller Arten gelten als ungefährdet. Der Rest ist entweder extrem selten (11 %) oder steht auf der Vorwarnliste (7 %).“
Quelle: RL
Die Auszüge wurden zusammengestellt von: GJ
Die vollständig veröffentlichte Rote Liste findet ihr im nachfolgenden Link.
[Die vollständige Rote Liste im Überblick]

Foto: Rote Liste attestiert Schieflage beim Artenschutz!
Rote Liste Sachsen-Anhalt veröffentlicht
(23.09.2020)Bericht des Landesamtes für Umweltschutz
Sachsen-Anhalt 2020
Heft 1 erschienen
Mit der Herausgabe der „Roten Liste“ gibt es nun für unser Bundesland auf der Grundlage einer gründlichen Analyse, einen aktuellen Zustandsbericht, der Lebensräume und Zusammenhänge anhand einzelner Arten und Artengruppen bewertet.
Für uns von besonderem Interesse ist dabei der Teil, der sich mit Fischen und Rundmäulern unter Berücksichtigung der Wanderarten beschäftigt. Link zu Fischen und Rundmäulern [Kapitel 15].
Um nur einen kleinen Teil der Bewertungen zu nennen, müssen wir der Veröffentlichung trotz erheblicher Fortschritte bei der Wassergüte entnehmen:
nur 5 % der Oberflächengewässer weisen bislang einen guten ökologischen Zustand auf,
23 % einen mäßigen,
43 % einen unbefriedigenden und
26 % einen schlechten Zustand.
(für 3 % der Oberflächengewässer liegt keine Bewertung vor).
Weiterhin geht aus der Veröffentlichung hervor:
Die natürliche Fischfauna umfasst in Sachsen-Anhalt 50 Arten, von denen:
52 % (26 Arten) sind einer Gefährdungskategorie auf der „Roten Liste“ zugeordnet,
8 % (4 Arten) sind ausgestorben oder verschollen,
12 % (6 Arten) „Vom Aussterben bedroht“,
4 % (2 Arten) sind „Stark gefährdet“ und
16 % (8 Arten) „Gefährdet“.
Übersichten zur Gefährdungseinstufung der Brutvögel Sachsen-Anhalts
Im [Kapitel 12] wird u.a. festgestellt:
55,0 % gelten als ungefährdet. (111 Arten) von den 202 regelmäßigen Brutvogelarten (Status I inkl. Iex) wurden keiner Gefährdungskategorie zugeordnet und
36,6 % (74 Arten) sind einer der Rote-Liste-Kategorien zugeordnet; vgl. Abb. 2 und Tab. 3. Davon sind:
6,9 % (14 Arten) ausgestorben (Kategorie 0),
7,4 % (15 Arten) vom Aussterben bedroht (Kategorie 1),
6,9 % (14 Arten) stark gefährdet (Kategorie 2),
8,9 % (18 Arten) gefährdet (Kategorie 3) und weitere
6,4 % (13 Arten) extrem selten oder an nur wenigen Lokalitäten vertreten (Kategorie R)
8,4 % (17 weitere Arten) wurden infolge kurz- und /oder langfristiger Bestandsverluste bzw. wirksamer Risikofaktoren in der Vorwarnliste (Kategorie V) aufgenommen.
Die gesamte Veröffentlichung [Rote Liste Sachsen-Anhalt] findet ihr im Link.
GJ

Foto: Rote Liste Sachsen-Anhalt veröffentlicht
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