Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.

Vorschaubild Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.

Karl Marx Straße 8
06526 Sangerhausen

E-Mail:
Homepage: www.kreisanglerverein-sangerhausen.de

Faszination Angelfischerei

 

Seien Sie herzlich willkommen.

Schön, dass Sie uns einen Augenblick Ihrer Zeit schenken.

 

Wir erlauben uns zu Beginn, Sie auf einen kleinen Ausflug in die Belletristik mitzunehmen. 

Wer kennt sie nicht, die großen Romane der Weltliteratur? Herman Melville's „Moby Dick“ oder Ernest Hemingway's „Der alte Mann und das Meer“. Diese brillant erzählten Träume von unendlicher Weite und schäumenden Meer, grenzenloser Kraft und fesselnden Abenteuer, unbändiger Naturgewalt und beeindruckender Einzigartigkeit.

Izaak Waltons „Der vollkommene Angler“ oder Max Piper's „Der vielseitige Angler“ entführen ebenso gekonnt in eine Welt, die Hemingway als „das letzte große Abenteuer des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete.

Diese kleinen, eingefangenen Schnappschüsse in unserem Innersten, sind die winzigen Steine im großen Mosaik der Faszination, die der Angelfischerei innewohnt. Nicht zufällig trifft daher in unserer reglementierten, digitalisierten Welt der Ausspruch Hemingway's erst recht im 21. Jahrhundert, den Kern der Emotionen genau.

Beim Durchblättern unserer Seiten werden viele Facetten unseres Engagements und Hobbys nach erlebbar. Und vielleicht empfinden Sie bei der Vorfreude auf die nächste Seite, den gleichen Spirit, wie ihn Bertolt Brecht in dem kleinen Satz komprimierte: „Komm, geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm“.

 

Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.

 

Verdienter Verein des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V.Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V. ist ein Zusammenschluss von 21 Anglervereinen aus dem      Landkreis Mansfeld-Südharz im Südwesten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Mit Stand vom 01. 01. 2025 sind 1.150 Mitglieder im Kreisanglerverein organisiert.

Das Einzugsgebiet des Vereins entspricht dem des ehemaligen Landkreises Sangerhausen.
Er setzt sich für die Erhaltung und Schaffung gesunder Lebensräume für die Tierwelt, insbesondere an den ihm zur Pacht bzw. Nutzung überlassenen Gewässer ein.

Der Kreisanglerverein will entsprechend der gültigen Gesetze, alle Formen des Angelns erhalten und verbessern, sowie einen spezifischen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten.

Aktiv wirkt er an der Pflege der Gewässer und an der Hege der Fischbestände mit.

Auf Vorschlag des Vereins wurde vom gemeinsamen Gewässerbeirat der Naturfreunde Deutschlands und des Anglerverbandes das Fließgewässer Helme im bundesweiten Bewerbungsverfahren ausgewählt und dem Bundesumweltministerium zur Proklamation als VII. Titelträger "Flusslandschaft des Jahres" vorgeschlagen. Für die mit der Titelträgerschaft im Zusammenhang stehenden Leistungen, wurde der Kreisverein durch den Landesverband mit dem Titel "Verdienter Verein des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V." geehrt.

 

 

 

So gesehen ist Angelfischerei Artenschutz durch Artennutz mit Nachhaltigkeit!

 

 

                            Landesanglerverband Sachsen-Anhalt                      DAFV

 


 
Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V. ist Mitglied im Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V. und ist mittelbares Mitglied im Deutschen Angelfischerverband e.V.
Der Kreisanglerverein und seine Vereine sind Pächter von rund 640 ha Angelgewässerfläche. Darüber hinaus hat der Kreisverein die von ihm bewirtschafteten Gewässer in den "Gemeinsamen Gewässerfonds des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt" eingebracht. Dadurch können über 12.000 ha Wasserfläche im Bundesland, ohne weitere Kosten, durch unsere Mitglieder zur Ausübung der Angelfischerei genutzt werden. Lediglich für die Salmonidengewässer ist eine zusätzliche Angelberechtigung (ab 2026 von 30,00 € im Jahr) notwendig.
 

 

Mitgliedschaft

 

Inhaber eines gültigen Fischereischeines können in einem der 20 Vereine Mitglied werden. Dazu ist ein schriftlicher Antrag an einen der Vereinsvorstände zu stellen. Dieser entscheidet dann selbständig über die Aufnahme. Nach Entrichtung einer Aufnahmegebühr bzw. des Mitgliedsbeitrages erhält das Mitglied die notwendigen Unterlagen wie Mitgliedsausweis, Fangbuch, Fischereierlaubnisschein und Gewässerordnung.

 

 


Aktuelle Meldungen

Petri Heil!

(17.09.2026)

Es war bestimmt keiner der Fischzüge von Simon Petrus, wie sie im Lukasevangelium der Bibel beschrieben wurden, aber erfolgreich war er durchaus. 

Mit 1,60 m Länge und einem Gewicht von 25,64 kg gelang es Angelfreund Raik Hutzler vom "Leinetaler Fischerteam" nach gut 30 Minuten diesen stattlichen Wels anzulanden. 

 

Natürlich ist der Sackteich in Sangerhausen kein typisches Wels-Gewässer, aber gelegentlich gelangt mit dem Besatz, ob Absicht oder nicht, ein solcher Fisch in dieses Vereinsgewässer. Der letzte bekannte Welsfang rührt daher auch schon 15 Jahre her (wir berichteten). Als junger Wels wird er nicht in Erscheinung getreten sein, denn da ernährt er sich von Insektenlarven, Krebse und Schnecken.  Mit zunehmender Größe stellen Welse ihre Nahrung auf andere Fische, aber auch Wasservögel, Amphibien und kleinere Säugetiere, die ins Wasser geraten um. Das ist wohl Angelfreund Hutzler aufgefallen und so hat er einen lauen Spätsommerabend genutzt, um gezielt auf diesen Lauerjäger zu angeln.

 

Bereits beim vierten Wurf wurden seine Anstrengungen von Erfolg gekrönt. Ein kräftiger Biss mit anschließendem, fast dreißig minütigem Drill, bescherten ihm einen besonderen Fang. Der Wels (Silurus glanis), der zudem auch noch 2026 zum „Fisch des Jahres“ gekürt wurde, war die Belohnung für gute Beobachtung und anglerisches Geschick. Bei dieser Länge kann man beim Alter von 10 Jahren ausgehen. 

Welse wachsen ihr ganzes Leben und erreichen in „alten“ Gewässern wie dem Po oder der Donau bis zu 3 m und ein Gewicht von 150 – 200 kg. Für Raik Hutzler blieben nach der fachgerechten Versorgung des Fangs 12 kg Filet, die mit Kräutern und Anglerlatein gewürzt, nicht nur auf dem Gaumen einen kulinarischen Nachhall erzeugen werden. 

Wir wünschen dem erfolgreichen Angler weiterhin allzeit Petri Heil.

 

Bild: Anton Hutzler; Text: Gerhard Jarosz

Foto zur Meldung: Petri Heil!
Foto: Raik Hutzler mit dem nich alltäglichen Fang

Ökologische Bildungsoffensive schließt in Roßla Einsatzsaison des Fischinfomobils

(14.09.2026)

Die letzten Termine für den Einsatz des Fischinfomobils des Landesanglerverbandes im Einzugsbereich des Kreisanglervereins konnte sich die Grundschule in Roßla sichern. 

Am 11., 16. und 23. September machten und machen sich die Schüler mit Unterstützung des ortsansässigen Anglervereins, dem SFV Roßla auf, die Welt der Gewässer entdecken. Das Besondere am Fischinfomobil ist, dass die Umweltbildung dorthin kommt, wo die Kinder sind. Statt nur im Klassenzimmer über Natur zu sprechen, können sie direkt draußen lernen, beobachten und ausprobieren. 

Dass das Konzept bei Lehrern und Schülern Anklang findet, zeigt die Resonanz der bisherigen Teilnehmer. Neben Lob und Zuspruch werden bereits jetzt Nachfolgetermine für das kommende Jahr vereinbart. Auch die Roßlaer Lehrer und Angler verbinden mit einem solchen sehr speziellen Schultag nicht nur spannende Erlebnisse, sondern vielleicht auch den Beginn eines neuen Interesses an Natur, Wasser, Umwelt und der Angelfischerei.

Bei Interesse an einem Einsatz des Fischinfomobils (FIM) an ihrer Schule, lesen sie ausführlichere Hinweise auf der Web-Seite des [FIM].

Auch die MZ berichtete zum Einsatz in ihrer Ausgabe am 22. September. Siehe unten.

 

Bild: SFV Roßla; Text: Gerhard Jarosz

[MZ berichtete über sen Einsatz des "FIM" im Altkreis Sangerhausen mehrfach]

Foto zur Meldung: Ökologische Bildungsoffensive schließt in Roßla Einsatzsaison des Fischinfomobils
Foto: Fischinfomobil bei der Grundschule Roßla und dem Anglerverein, dem SFV Roßla zu Gast

Familienangeltag beim AV Wallhausen

(09.09.2026)

Bei herrlichem Wetter hatte der Vorstand des Ortsvereins Wallhausen zum traditionellen Familienangeltag an den Helme-Altarm in Roßla geladen.

Mit Weitsicht war vom Vorstand auch der Nachmittag an diesem Sonntag ausgewählt worden, hatten doch so alle Wahlberechtigten die Möglichkeit, bereits am Vormittag bei ihren Favoriten zur Landtagswahl das Kreuz auf dem Wahlschein zu machen. Angesichts des mit Hochspannung erwarteten Wahlausgangs, nutzten die Teilnehmer diese schöne Möglichkeit, einige gemütliche Stunden mit ihren Familien in der Gemeinschaft der Angler an frischer Luft zu verbringen. Anders als beim allgegenwärtigen Wahlkampf ging es beim Familienangeln nicht um Abgrenzung, Macht und Einfluss, sondern im Zentrum stand gelebter Gemeinsinn und ungezwungener Gedankenaustausch im Kreise naturverbundener Petrijünger. 

Das Umfeld am Helme-Altarm in Roßla war wohl aus Erfahrung gut gewählt, um ohne lange Vorbereitung die Angeln auszuwerfen zu können. Kurze Wege, gepflegte Angelplätze und ein attraktiver Fischbestand sorgten für ein entspanntes Angeln. Und wie es bei unserem Hobby ebenso ist, spielt das Anglerglück eine ganz eigene Rolle. Neben vielen zu kleinen Fischen, die schonend zurückgesetzt wurden, gelang es auch stattlichere Exemplare, wie bei Steffen Becker an den Haken zu bekommen. Das diese noch kurz vor Anlandung den sogenannten „Kopf aus der Schlinge“ ziehen konnten, führte aber zu keinem Verdruss. 

Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Erlebnis beim Angeln, gute Gespräche, Gedanken- und Erfahrungsaustausch, eben die Pflege sozialer Kontakte. Kaffee und Kuchen und ein leckerer Imbiss, der von den Roßlaer Gastgeber für uns auf dem Grill zubereitet wurde, rundete den gelungenen Nachmittag ab. 

So gesehen hat der Vorstand um Werner Schomburg alles richtig gemacht. Aber ganz zufrieden war der Vorsitzende trotzdem nicht. Angesicht der Anmeldezahlen scheint eine Steigerungsfähigkeit wünschenswert.    

Der Vorstand bedankt sich bei SFV Roßla für die hervorragende Gastfreundschaft und Betreuung.

Bilder: AV Wallhausen; Text: Gerhard Jarosz 

Foto zur Meldung: Familienangeltag beim AV Wallhausen
Foto: Familienangeltag beim AV Wallhausen

Mit zünftigem Kinderangeln in den Herbst gestartet

(08.09.2026)

Oberröblingen, den 05. September 2026

Wenn auch der kalendarische Herbstbeginn noch ein paar Tage auf sich warten lässt, nahm die Jugendgruppe des AV Oberröblingen das erste Septemberwochenende zum Anlass, mit einem Gemeinschaftsangeln die für Angler schönste Jahreszeit zu begrüßen. 

Pünktlich um acht Uhr trafen sich die Teilnehmer am Anglerheim, um den Ablauf zu besprechen. Der Vereinsvorsitzende Arndt Kemesies übernahm neben der Begrüßung auch noch organisatorische Aufgaben gemeinsam mit Angelfreund Christian Knorr, für den kurzfristig verhinderten Jugendwart.  Schnell war jedem Teilnehmer ein erfahrener Angelfreund zugeteilt, der mit dem ihm anvertrauten Jungangler wichtige Handgriffe zum erfolgreichen Angeln besprach. Begonnen bei der Montageauswahl reichten die Ratschläge über die Futtervorbereitung bis hin zur Köderpräsentation. Da gab es viel zu beachten, wurde doch in der Helme, einem Fließgewässer geangelt. 

Nach gründlicher Vorbereitung blieben noch gut zwei Stunden, um Fische mit dem selbst konfigurierten Gerät zu überlisten. Offenbar waren eigenes, anglerisches Geschick und die Erfahrung der Mentoren eine erfolgreiche Kombination. Im Ergebnis wurden 156 Fische an Land gezogen. Die Freude galt dabei nicht allein der Menge, sondern der Breite des Artenspektrums nach dem verheerenden Kormoraneinfall im Winter. 

Lag das Fangergebnis beim Angeln der Erwachsenen im Frühjahr gerade noch im messbaren Bereich, zeigen die Fänge von Plötze, Barsch, Döbel, Hasel und Uckelei einen erfreulichen Zuwachs in Menge und Artenvielfalt.  Das war ein gelungener Vormittag, der mit einem gemeinsamen Grillen am Anglerheim seinen Abschluss fand.  

Frische Luft inmitten der Natur zu erleben und zu genießen und noch dazu ein hochwertiges Lebensmittel zu erwerben ist ein Privileg, mit dem nur wenige Hobbys aufwarten können. Das sich ganz nebenbei, ein naturverbundener Wertekompass, der in den Stürmen unserer Zeit Halt und Orientierung gibt entwickelt, ist ein nicht sofort erkennbarer, aber überaus wertvoller Bonus.

 

Text: Gerhard Jarosz

Bilder: Arndt Kemesies

 

Foto zur Meldung: Mit zünftigem Kinderangeln in den Herbst gestartet
Foto: Jungangler Bruno freut sich über den Fangerfolg, setzt ihn aber schonend zurück. Vielleich hat er im nächsten Jahr das vorgeschriebene Mindestmaß.

Fischerfest in Roßla - Treffpunkt für Lebensfreude und gesellschaftlichen Zusammenhalt

(07.09.2026)

Roßla, den 05. September 2026

Am ersten Septemberwochenende eines jeden Jahres ist es nahezu unvermeidlich, dass gleichzeitig eine Vielzahl von Veranstaltungen und Festen stattfinden. Dessen bewusst hatten die Roßlaer Anglerinnen und Angler genügend Selbstvertrauen in die Attraktivität ihres Festprogramms. 

Viele Angebote für Jung und Alt, unter ihnen eine Hüpfburg für die Kleinsten und das Fischinfomobil des Landesanglerverbandes warteten auf die Besucher mit abwechslungsreicher Beschäftigung. Neben Glücksrad und Armbrustschießen konnte man sich auch als Forscher und Entdecker betätigen. Nicht zuletzt sorgte ein gut sortiertes Angebot von Speisen und Getränke für Erfrischung und kulinarische Gaumenfreuden. 

Natürlich wäre sogenanntes „Kaiserwetter“ hilfreich gewesen, aber dank der überdachten Terrasse, hatten kurzfristige Wetterkapriolen keinen verdrießlichen Einfluss auf das Fest. Während der Vorsitzende des Vereins, Angelfreund Steffen René Horn noch darüber nachsann, ob auch alles glattgehen würde, waren spätestens nach dem ersten Lob über die Qualität der Fischspezialitäten aus dem Räucherofen und vom Grill all seine Zweifel verflogen. Kaffee und selbst gebackener Kuchen rundeten das Angebot ab. 

Ständiger Besucherstrom zum und vom Fest ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Gute Gespräche, die Pflege alter und neuer Kontakte, bei denen sich der Bogen von Angelerlebnissen über Alltagssorgen bis hin zur bevorstehenden Wahl zum Landtag spannte, bestätigten die feste Verankerung unserer Vereine in der Mitte der Gesellschaft. 

Und so war der vollständige Abverkauf, der mit handwerklichem Geschick köstlich zubereiteten Forelle noch vor Veranstaltungsschluss, ein untrügliches Zeichen für hohe Besucherzahlen und guter Qualität. Zugleich unterstrich die Veranstaltung, dass Angelfischerei nicht nur Lifestyle, sondern zugleich Kulturgut ist.    

 

Bilder und Text: Gerhard Jarosz                                                                                                                                                                          

Foto zur Meldung: Fischerfest in Roßla - Treffpunkt für Lebensfreude und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Foto: reger Betrieb herrschte am Fischinfomobil des Landesverbandes

Teichfest in Edersleben bot mit buntem Programm reichlich Freude und Frohsinn für Jung und Alt

(23.08.2026)

Edersleben, den 22. August 2026

Die Förderung des Gemeinsinns gehört in unserem Verband zu den fundamentalen Säulen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Dass Angelfischerei ein uraltes Kulturgut ist und zugleich kulturelle Tradition verkörpert, konnten die Besucher auf unspektakuläre, wohltuende Art erfahren. 

Wenn auch der Startschuss pünktlich beim 10. Glockenschlag von St.-Bartholomäus aufgrund vereinzelter Regentropfen etwas verhaltener ausfiel, so befeuerte jeder weitere ausbleibende Tropfen einen stetig anschwellenden Besucherstrom. 

Während am Teich die Kinder unter sachkundiger Anleitung versuchten, Fische mit der Angel zu überlisten, nutzen junge Mütter und Väter die Kindereisenbahn zur Belustigung des Nachwuchses. Glücksrad und Sandkastenangeln ergänzten den Aktivitätsbereich. 

Natürlich hat sich seit Jahren die Qualität der Fischspezialitäten herumgesprochen. Traditionell geräucherte Forellen standen neben gebratener, „Art Müllerin“ hoch im Kurs. Davon zeugte eine kaum zu versiegende Schlange am Verkaufsstand. Ergänzt wurde das Angebot um Fischbrötchen, Gulaschsuppe und Bratwurst.  

Getränke, Kaffee, Kuchen und Musik rundeten das Programm ab. 

Der Vorsitzende des Kreisvereins dankte zur Eröffnung den Mitgliedern des Ederslebener Anglervereins um Gerhard Hildebrandt für ihre seit Jahren hervorragende Arbeit und versprach zum XX. Teichfest im nächsten Jahr natürlich dabei seien zu wollen.

 

Text: Gerhard Jarosz

 

Foto zur Meldung: Teichfest in Edersleben bot mit buntem Programm reichlich Freude und Frohsinn für Jung und Alt
Foto: Foto: Ronald Saecker; Titel: Die Vereinsjugend grüßt zum Start des XIX. Teichfestes

EU will langfristig Blei beim Angeln substituieren

(20.08.2026)

Die Europäische Union führt neue Beschränkungen für Blei in bestimmten Angelgeräten ein. 

Grundlage ist eine Änderung des Anhangs XVII der europäischen REACH-Verordnung (EU-Chemikalienverordnung). 

Der entsprechende Entwurf der EU-Kommission wurde Ende April 2026 vom REACH-Ausschuss angenommen. 

Ein Antrag des Europäischen Parlaments, Einwände gegen die Regelung zu erheben, fand im Juli keine Mehrheit. Die Beschränkungen werden schrittweise eingeführt.

 

Für Freizeitangler ist eine wichtige Unterscheidung vorgesehen: Die EU-Regelung beschränkt das Inverkehrbringen der genannten bleihaltigen Angelgeräte, sieht für die Freizeitfischerei jedoch kein allgemeines Verwendungsverbot vor. 

Das Verwendungsverbot in der neuen REACH-Regelung bezieht sich auf die kommerzielle Fischerei.

 

Wie die einzelnen Schritte aussehen und welche Konsequenzen für uns Angler daraus erwachsen, erfahrt ihr im Beitrag des [LAV].

 

 

 

Foto zur Meldung: EU will langfristig Blei beim Angeln substituieren
Foto: Bild: G. Jarosz Titel: Neue Beschränkungen in Kraft getreten.

Kormorane fressen bis zu 70 Prozent der Jungdorsche und Flundern

(02.08.2026)

Mit bleibender Sorge haben sich uns die Bilder von tausenden hungriger Kormoranschnäbel im vergangenen Winter eingeprägt, die in nicht einmal acht Wochen massive Schäden am Fischbestand unserer Fließgewässer anrichteten. 

Dank Unterstützung durch unsere Jäger konnte ein Totalverlust verhindert werden. 

Aber allein die Tatsache, dass bis zum Jahresende 2025 bereits 150 Kormorane der Natur im Helme-Bereich entnommen wurden zeigt, dass zwingender Handlungsbedarf zur Zukunftssicherung heimischer Fischbestände besteht.

Dass die Fraßschäden zu Lasten der Biodiversität nicht nur in den Fließgewässern entstehen, belegt eine neuerliche Studie von dänischen Wissenschaftlern an der westlichen Ostsee.

Das große Anglermagazin "Blinker" hat in einem Beitrag von Andre Pawlitzki am 01.08.2026, 08.00 Uhr unter dem Titel: "Kormoran frisst 70 Prozent an Jungdorschen und Flundern" auf eine lesenswerte Studie darauf hingewiesen. Darin heißt es:

2024 wurden in Dänemark 22.262 brütende Kormorane in 57 Kolonien erfasst. Im  Untersuchungsgebiet liegt die Kolonie Hopsø mit 410 Brutpaaren.

Die DTU-Forscher markierte 2022 und 2024 insgesamt mehr als 5.400 Dorsche (11 – 38 cm) und Flundern (12 – 30cm) mit so genannten PIT Tags. Die 0,2 bzw. 0,6g leichten Sender werden den Fischen implantiert. Werden die Fische anschließend von einem Kormoran erbeutet, wird der PIT Tag zusammen mit anderen unverdaulichen Nahrungsresten am nächsten Morgen in einem Speiballen ausgewürgt – zwischen März und Juni nahezu ausschließlich in den Kormorankolonien, bevor die Vögel erneut zur Nahrungssuche aufbrechen.In den Kolonien können die PIT Tags mit geeigneten Ortungsgeräten wiedergefunden und den gefressenen Fischen zugeordnet werden.

 

Mehr als 70 Prozent der Jungdorsche sind Kormoran-Fraß

Gut 1.200 PIT Tags (22,7%) fanden die Forscher in Kolonien im Umkreis von 58 km. Die meisten in der nahegelegenen Kormorankolonie Hopsø.Für die Jungdorsche entspricht das Fraßverlusten zwischen 52% (kleine Größen) und 88% (ab 15 cm Länge) und insgesamt von über 70%. Bei den Flundern waren es zwischen 14% (ab 19 cm) und 84% (kleine Längen), die von Kormoranen erbeutet wurden. Ab einer Größe von 22 cm sind Flundern für Kormorane schwer zu schlucken.

Es sei nicht klar, inwieweit die Daten aus dieser einen Studie übertragbar sind auf andere Gebiete der westlichen Ostsee, stellen die DTU-Forscher fest.Viele Fischereibetriebe in Dänemark haben in den letzten zehn Jahren ihren Betrieb aufgrund der extrem strengen Regularien für das Fischen eingestellt. Der erheblich reduzierte Befischungsdruck hätte bei gleichzeitig höheren Nachwuchsraten in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Laicherpopulation beim Dorsch und der Flunder führen müssen. Dass das nicht passiert, ist für die Autoren der Studie ein wichtiger Indikator dafür, dass der Druck der Prädation durch Kormorane als sehr bedeutsam eingestuft werden muss.

 

Unsere Forderung nach einem europäischen Kormoranmanagement müssen wir mit Nachdruck verfolgen, um die Schieflage im europäischen Artenschutz nicht noch weiter zu Lasten der Fische zu verschärfen.

 

Bild und Text: Gerhard Jarosz

 

Zur [Studie] geht es hier.

Zum Thema [Kormoran] hat der DAFV einen weiteren lesenswerten Beitrag veröffentlicht.(siehe auch Verbandszeitung "Fischwaid" 1/2026)

 

 

Foto zur Meldung: Kormorane fressen bis zu 70 Prozent der Jungdorsche und Flundern
Foto: kleiner Ausschnitt einer ganzen "Kormoranarmee", die täglich in den Gewässern um die Ostseeinsel Fehmarn auf Fischjagd geht

Beeindruckende Zwischenbilanz bei der ökologischen Bildungsoffensive.

(08.07.2026)

Für die ökologische Bildungsoffensive des Kreisanglervereins Sangerhausen e.V. (KAV) kann im ersten Halbjahr 2026 eine überaus beeindruckende Zwischenbilanz gezogen werden. Diese weckt zugleich große Erwartungen an die künftige Qualität der Umweltbildung in der Region. 

 

Das im Frühjahr gestartete Projekt hat in enger Kooperation mit lokalen Schulen und Vereinen zehn Projekttage durchgeführt und hat mit fast dreihundert Teilnehmern die Erwartungen der Verantwortlichen weit übertroffen. 

 

Heute war das Fischinfomobil mit der Freien Grundschule Riestedt am Dorfteich in Othal auf Entdeckungstour. 21 Kinder waren unter Leitung von Britta Müller, Doreen Kühnemund und der Praktikantin Johanna Strich dank großzügiger Unterstützung des ambulanten Pflegedienstes Kamillus ins Nachbardorf gefahren, um dort erlebnisreiche Stunden zu verbringen. Vom ortsansässigen Anglerverein aus Beyernaumburg hatten sich Nadine Ehrig, Andreas Lau, Uwe Zetsche und Gerd Jentsch sofort bereiterklärt, das Projekt zu unterstützen. Sie übernahmen nach gründlicher Einweisung und Belehrung durch Nico Lichtenfeld vom Landesverband die Betreuung der Stationen und gaben, wenn nötig Rat und Hilfestellung. 

Als Kernpunkte der Erfolgsbilanz lassen sich in drei Kriterien identifizieren:

Die hohe Nachfrage: Selbst die optimistischsten Vorhersagen hatten nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet. So wurden allein im ersten Halbjahr zehn Projekttage im Altkreis Sangerhausen realisiert. Darüber hinaus gab es weitere Anfragen, die aus Verfügbarkeitsgründen in diesem Jahr nicht realisiert werden können.

 

Die große Reichweite: Ein wahrer Ansturm von Schulklassen (wie der Grundschulen aus Wallhausen mit 4 Terminen, Rottleberode, Großleinungen, Riestedt und der Christophorusschule in Sangerhausen) forderten die Anglervereine intensiv.

 

Die mediale Aufmerksamkeit: Der erfolgreiche Auftakt wurde prominent begleitet. Sowohl im [MDR-Fernsehen], bei Punkt-Um, im Web, den sozialen Medien und in der Mitteldeutschen Zeitung wurde umfänglich in Wort und Bild berichtet.

 

Aber auch weit über den Altkreis Sangerhausen hinaus, zeichnet sich eine überaus erfolgreiche Zwischenbilanz ab. So wurden für das Fischinfomobil von Mai bis Oktober 2026 bisher 75 Einsätze in Sachsen-Anhalt gebucht, bei denen voraussichtlich bis zum Saisonabschluss ca. 1.500 Kinder erreicht werden.

 

Was können wir inhaltlich auf der Haben-Seite verbuchen?

 

Das Erfolgskonzept im Detail

  • Das Fischinfomobil: Die Anschaffung dieses mobilen Lernorts durch den Landesverband hat sich bewährt und dient als zentrale Stütze.

 

  • Praxisnahe Gewässerökologie: Kinder untersuchen Seen und Bachläufe direkt vor Ort und werden zu eigenständigen Gewässerdetektiven.

 

  • Wissensvermittlung: Schüler lernen heimische Fischarten kennen und führen eigenständig biologische Experimente durch.

     

  • Moderne Werte: Das Projekt verbindet klassischen Artenschutz mit einem zeitgemäßen, naturnahen Lebensstil.

     

  • Ehrenamtliches Engagement: Die Ortsvereine, wie etwa in Wallhausen, Rottleberode, Großleinungen, Beyernaumburg, Sangerhausen und Roßla unterstützen durch fachkundige Begleitung die hohe Qualität der Betreuung. Gute Vernetzung in der Region und ein überschaubares Sponsoring erleichtern die Organisation der Projekttage erheblich.

 

Die Quintessenz:

Kinder erfahren in den vielen Gesprächen, das Anglerinnen und Angler die Fachpfleger der Gewässer und Fischbestände sind und ohne sie (die Angler), nicht nur Fischgesundheit, Strukturdiversität und Artenvielfalt am und im Wasser leiden, sondern auch Kontrolle, Früherkennung und der Einsatz von Man-Power zur Gefahrenabwehr und zur Schadensbekämpfung. 

Sie erkennen, dass es verschiedene Modelle des Naturschutzes gibt. Artenschutz durch Artennutz ist erfolgreich und nachhaltig und knüpft an ein ökonomisches Interesse für artenreiche Fischbestände an. 

So gewinnt die Überzeugung weiter an Strahlkraft, das Angeln ein uraltes Kulturgut der Menschheit ist, das bewahrt und weiterentwickelt werden muss. 

 

Text und Bild: Gerhard Jarosz

 

 

 

Foto zur Meldung: Beeindruckende Zwischenbilanz bei der ökologischen Bildungsoffensive.
Foto: Fischinfomobil zum Projekttag am Dorfteich Othal im Einsatz

Neue Ausgabe der Verbandszeitung abrufbar

(27.05.2026)

Halle, den 26. Mai 2026

 

Liebe Anglerinnen und Angler,

mit Freude kann ich mitteilen, dass eine neue Ausgabe unsere Verbandszeitung online abrufbar ist. 

 

[Fachzeitschrift Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt]

 

Darüber hinaus wird es auch für neue Leser das notwendige Bestellformular für die Print-Ausgabe geben. 

Der Download für das Formular steht auf der Seite des LAV zur Verfügung. Dazu bitte auf unserer Seite – links - den grünen Button - Aktuelles – Verbandszeitung drücken. 

Als besonderen Service hat der LAV auf dieser Seite zugleich das Archiv aller erschienenen Ausgaben eingestellt.

 

Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken! 

 

Euer Gerhard Jarosz

 

Foto zur Meldung: Neue Ausgabe der Verbandszeitung abrufbar
Foto: Fachzeitschrift Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt Ausgabe I-2026

Die Murg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27

(15.01.2026)

Gemeinsame Pressemitteilung der NaturFreunde Deutschlands und des Deutschen Angelfischerverbandes

 

 

Berlin/Rastatt, 14. Januar 2026 – Die Murg in Baden-Württemberg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) Renaturierungserfolge, Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung des sanften Tourismus im Murgtal. Die offizielle Proklamation findet am kommenden Weltwassertag (22. März 2026) im Naturfreundehaus An der Murg in Rastatt statt.

Alle zwei Jahre rufen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband eine gemeinsame Flusslandschaft der Jahre aus, um die Bevölkerung für die ökologische, wirtschaftliche und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der von ihnen durchflossenen Landschaften zu sensibilisieren. Im Kampagnenzeitraum werden vor Ort Maßnahmen für Schutz, Renaturierung und Durchgängigkeit unterstützt sowie naturnahe Wander- und Erholungsgebiete gefördert. 

Den vollständigen Wortlaut der Pressemitteilung findet ihr im Anhang.

[Pressemitteilung]

Foto zur Meldung: Die Murg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27
Foto: FLUSSLANDSCHAFT-MURG_guido-de-kleijn_rotmurg-teufelsmuehle

Wels – Fisch des Jahres 2026

(06.11.2025)

Der Europäische Wels (Silurus glanis) 

ist Fisch des Jahres 2026. 

Mit dieser Wahl machen der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI) auf eine faszinierende und nicht zuletzt aufgrund ihrer Größe besondere Fischart aufmerksam.

Der Europäische Wels ist mit Längen von bis zu 3 m der größte einheimische Süßwasserfisch. Mit einem Gewicht von bis zu 150 kg kann er beeindruckende Dimensionen erreichen. Als wärmeliebende Art profitiert er derzeit erheblich von den steigenden Temperaturen infolge des Klimawandels.

Dort, wo der Wels ursprünglich verbreitet ist, spielt er eine wichtige Rolle im aquatischen Ökosystem, da er Fischbestände reguliert und durch das Fressen von Aas und kranken Fischen zur Gewässergesundheit beiträgt. Gleichzeitig kann seine enorme Größe und der damit verbundene Nahrungsbedarf erhebliche Auswirkungen auf den Fischbestand haben.

Auch wenn der Wels nach der bundesweiten Roten Liste der Süßwasserfische und Neunaugen als ungefährdet gilt, steht seine Ernennung zum Fisch des Jahres stellvertretend für die Bedeutung artenreicher und intakter Gewässerökosysteme, sowie der Bedeutung einer sachlichen Auseinandersetzung mit dieser heimischen Art. In den Medien wird der Wels häufig als gefährlicher Räuber dargestellt und erregt jedes Jahr aufs Neue großes öffentliches Interesse. Der Wels zeigt exemplarisch, wie anpassungsfähig und ökologisch bedeutsam Fischarten in unseren Gewässern sein können.

Mehr Informationen gibt es beim [DAFV].

 

Natürlich möchten wir noch einmal auf die nachstehende Veröffentlichung der MZ vom 08. Juli 2025 verweisen, in der unser Mitglied der Redaktion Angler & Fischer in Sachsen-Anhalt, Rainer Wozny, den Wels aus journalistischer Sicht begutachtete. 

 

[Mitteldeutsche Zeitung vom 08. Juli 2025, Seite 3]

Foto zur Meldung: Wels – Fisch des Jahres 2026
Foto: Wels - Fisch des Jahres 2026

Regelung im Besucherverkehr

(30.11.2024)

Sehr geehrte Damen und Herren,

werte Mitglieder des KAV,

 

ab sofort können Termine in der Jagd-, Fischerei- und Waffenbehörde online gebucht werden.

Die Terminbuchung ist ganz unkompliziert unter termine.mansfeldsuedharz.de möglich.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit der telefonischen Terminvereinbarung. Das geht werktags bis 10.00 Uhr unter 03464 / 535 41 01.

Für Rückfragen wenden Sie sich gern an:

Frau Krüger

Landkreis Mansfeld-Südharz

Ordnungsamt
Sachbearbeiterin Waffen- und Sprengstoffrecht
Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22
06526 Sangerhausen

Besucheradresse:
Alte Promenade 27
06526 Sangerhausen

Email:
Tel.: 03464 535- 4121
Fax: 03464 535- 4190

 

Foto zur Meldung: Regelung im Besucherverkehr
Foto: Regelung im Besucherverkehr

Rote Liste Deutschland attestiert Schieflage beim Artenschutz!

(08.01.2024)

Das Bundesamt für Naturschutz und das Rote-Liste-Zentrum gaben die Ergebnisse der neuen Roten Liste am 4.1.2024 in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Die „Rote Liste“ stellt fest:

„Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten wurden im Rahmen der Rote-Liste-Erstellung rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Da sich die Gefährdungssituation im Laufe der Zeit verändern kann, kurzfristige Populationsschwankungen jedoch nicht abgebildet werden sollen, werden Rote Listen in einem etwa 10-jährigen Turnus aktualisiert.“

 

Süßwasserfische und Neunaugen

"Die aktuelle Gesamtartenliste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands umfasst 111 etablierte Arten, von denen 21 durch den Menschen nach Deutschland eingeschleppt wurden."

 

"Der Zustand der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert." 

"Gefährdungsursache Nummer eins sind menschliche Eingriffe, etwa der Ausbau und die Regulierung von Gewässern. Darüber hinaus wirken sich vermehrt auftretende Dürresommer und höhere Gewässertemperaturen auf Fische und Neunaugen aus. So sind heute mehr als die Hälfte der 90 bewerteten einheimischen Süßwasserfisch- und Neunaugen-Arten bestandsgefährdet oder ausgestorben."

 

„Aktuell werden 52 % der bewerteten Süßwasserfischarten und Neunaugen als bestandsgefährdet oder bereits als ausgestorben eingestuft. Nur 36 % der Arten gelten als ungefährdet. Der Rest ist entweder extrem selten (4 %), steht auf der Vorwarnliste (7 %) oder kann aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht eingestuft werden (1 %).

Zu den Hauptgefährdungsursachen zählen Gewässerverschmutzung sowie die frühere Begradigung der Flüsse und der Uferverbau. Infolge dieser Eingriffe fehlen vielerorts strömungsberuhigte Altarme und flach überschwemmte Auen, in denen sich die Fischbrut ungestört entwickeln kann. Auch Querbauwerke wie Wehre und Talsperren, die zu einer Unterbrechung der historischen Wanderrouten führen, sind ein Grund für den Rückgang zahlreicher Arten. Darüber hinaus gibt das Schwinden von Süßwasserfisch- und Neunaugenbeständen durch die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Dürresommer einen Ausblick auf die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels.“

 

Brutvögel

 

„Die Klasse der Vögel umfasst in Deutschland 281 Brutvogelarten (Stand 2015) und ist dadurch mit Abstand die größte Wirbeltiergruppe. Dazu kommen noch die bei uns nicht brütenden Durchzügler und Wintergäste aus dem Norden und Osten. Deren Gefährdungssituation wird in der Roten Liste der Brutvögel allerdings nicht abgebildet.

Etwa 34 % der bewerteten Vogelarten sind bestandsgefährdet oder schon ausgestorben. Nur knapp 48 % aller Arten gelten als ungefährdet. Der Rest ist entweder extrem selten (11 %) oder steht auf der Vorwarnliste (7 %).“

Quelle: RL

Die Auszüge wurden zusammengestellt von: GJ

Die vollständig veröffentlichte Rote Liste findet ihr im nachfolgenden Link.

[Die vollständige Rote Liste im Überblick]

Foto zur Meldung: Rote Liste Deutschland attestiert Schieflage beim Artenschutz!
Foto: Rote Liste attestiert Schieflage beim Artenschutz!

Rote Liste Sachsen-Anhalt veröffentlicht

(23.09.2020)

Bericht des Landesamtes für Umweltschutz

Sachsen-Anhalt 2020

Heft 1 erschienen

Mit der Herausgabe der „Roten Liste“ gibt es nun für unser Bundesland auf der Grundlage einer gründlichen Analyse, einen aktuellen Zustandsbericht, der Lebensräume und Zusammenhänge anhand einzelner Arten und Artengruppen bewertet.

Für uns von besonderem Interesse ist dabei der Teil, der sich mit Fischen und Rundmäulern unter Berücksichtigung der Wanderarten beschäftigt. Link zu Fischen und Rundmäulern [Kapitel 15].

Um nur einen kleinen Teil der Bewertungen zu nennen, müssen wir der Veröffentlichung trotz erheblicher Fortschritte bei der Wassergüte entnehmen:

  • nur 5 % der Oberflächengewässer weisen bislang einen guten ökologischen Zustand auf,

  • 23 % einen mäßigen,

  • 43 % einen unbefriedigenden und

  • 26 % einen schlechten Zustand.

  • (für 3 % der Oberflächengewässer liegt keine Bewertung vor).

Weiterhin geht aus der Veröffentlichung hervor:

Die natürliche Fischfauna umfasst in Sachsen-Anhalt 50 Arten, von denen:

  • 52 % (26 Arten) sind einer Gefährdungskategorie auf der „Roten Liste“ zugeordnet,

  • 8 % (4 Arten) sind ausgestorben oder verschollen,

  • 12 % (6 Arten) „Vom Aussterben bedroht“,

  • 4 %  (2 Arten) sind „Stark gefährdet“ und

  • 16 % (8 Arten) „Gefährdet“.

 

Übersichten zur Gefährdungseinstufung der Brutvögel Sachsen-Anhalts

Im [Kapitel 12] wird u.a. festgestellt:

  • 55,0 % gelten als ungefährdet. (111 Arten) von den 202 regelmäßigen Brutvogelarten (Status I inkl. Iex) wurden keiner Gefährdungskategorie zugeordnet und

  • 36,6 % (74 Arten) sind einer der Rote-Liste-Kategorien zugeordnet; vgl. Abb. 2 und Tab. 3. Davon sind:

  • 6,9 % (14 Arten) ausgestorben (Kategorie 0),

  • 7,4 % (15 Arten) vom Aussterben bedroht (Kategorie 1),

  • 6,9 % (14 Arten) stark gefährdet (Kategorie 2),

  • 8,9 % (18 Arten) gefährdet (Kategorie 3) und weitere

  • 6,4 % (13 Arten) extrem selten oder an nur wenigen Lokalitäten vertreten (Kategorie R)

  • 8,4 %  (17 weitere Arten) wurden infolge kurz- und /oder langfristiger Bestandsverluste bzw. wirksamer Risikofaktoren in der Vorwarnliste (Kategorie V) aufgenommen.

Die gesamte Veröffentlichung [Rote Liste Sachsen-Anhalt] findet ihr im Link.

GJ

Foto zur Meldung: Rote Liste Sachsen-Anhalt veröffentlicht
Foto: Rote Liste Sachsen-Anhalt veröffentlicht


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